Das Projekt

Eine ganze Stadt wird zur Galerie – so die Idee des Trostberger Künstlers Werner Pink. „Für mich war es naheliegend, in der geografischen Mitte einer Region, die mit außergewöhnlichen Künstlern reich gesegnet ist, eine umfassende Kunstausstellung durchzuführen.“ Im Jahr 2005 war es dann so weit: Pink hatte Bürgermeister Ignaz Sperger, den Stadtrat, den Kulturreferenten Simon Meyer und den Kulturamtsleiter Reinhard Roßmeier für seine Idee begeistern können. Mit Stadtheimatpfleger Dr. Rainer Lihotzky, dem Kulturjournalisten Robert Prill und nicht zuletzt mit seiner Gattin Ines hatte Pink Mitstreiter gewonnen, die ihn bei der Realisierung der ersten Trostberger Kunstmeile unterstützten.

Waren es 2005 noch 40 Künstler, die sich an einer der wichtigsten regionalen Kunstausstellungen beteiligten, ist diese Zahl in den weiteren Jahren stetig angewachsen: Bei der Kunstmeile ’17 zeigten offiziell 75 Kunstschaffende knapp 200 Werke auf 1,6 Kilometern. Und längst sind es nicht mehr „nur“ Künstler aus der Region, die bei der Kunstmeile ausstellen. Sie kommen aus ganz Deutschland, aus Österreich und Italien. Sogar ein Stahlbildhauer aus China war bereits in Trostberg vertreten.

Der Rückhalt für Pink von Seiten der Stadt Trostberg ist im Laufe der Jahre definitiv nicht kleiner geworden. Auch Spergers Nachfolger im Amt des Bürgermeisters, Karl Schleid, steht hinter der Kunstmeile, genauso wie die Nachfolger Meyers – Anton Zeitlmayr und Ernst Schilder – sowie das Kulturamt mit Dr. Johanna Steiner, Monika Wiedl und Tanja Würzinger. Unter dem großen Einsatz des Kunstmeilen-Teams konnte sich die Veranstaltung so während ihrer bisherigen sieben Auflagen zu dem entwickeln, was sie heute ist: zu einem attraktiven Schaufenster für den Standort Trostberg.

Die große Zahl der Unterstützer zeigt: Nicht nur in der Kommunalpolitik ist die Kulturmeile als wichtiger Standortfaktor für die Stadt Trostberg angekommen, auch die Wirtschaft hat die Bedeutung von Kultur für die kommunale Wertschöpfung und als Arbeitsmarktfaktor erkannt. Kultur ist eine Produktivkraft. Die dafür notwendige kulturelle Infrastruktur ist nicht nur vorhanden, sie wird genutzt und gelebt. Nur so konnte aus der Kunstmeile Trostberg die größte Schau zeitgenössischer Kunst Südostbayerns werden.